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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 08. Januar 2003 um 00:00 Uhr

 

4.2 Die drei Phasen der Rehabilitation

 

4.2.1 Phase 1
Stationäre Phase (Entlastungsphase)

Schwerpunkt: Schonung und Entlastung

In den ersten Tagen nach einer Wirbelsäulenoperation, sollten die Ruhephasen die Belastungsphasen überwiegen, d.h. im Liegen erhält die Wirbelsäule die beste Entlastung. Die Liegepositionen können variieren: in Rückenlage mit gestreckten- oder gebeugten Beinen, in Seitenlage mit leicht gebeugten Beinen und die Bauchlage sollte nur mit gestreckten Beinen eingenommen werden (eher meiden).

 

 

Die Bewegungsabläufe der Lagewechsel müssen als erstes erlernt werden, damit die Wirbelsäule stabil bleibt um Drehungen, Beugungen und Seitneigungen zu meiden.

 

Merke: Schulter und Becken müssen gleichzeitig drehen (en bloc), nicht nacheinander, sonst verdrehen Sie sich.

Weiterhin müssen die Bewegungsabläufe des Aufstehens/Hinlegens automatisiert werden, auch das ökonomische Gehen und Alltagsverhalten sollten geschult werden. Hierzu muss die aktive Haltung

(muskuläre Stabilisation) erlernt werden.

 

Belastungsgrenzen: Erkennen der Belastbarkeit

 

Häufig stellen die Patienten die Frage, wie oft und wie lange dürfen sie sich belasten (Gehen, Stehen u.s.w.)? Die Antwort lautet, dass die Belastungsgrenze bei jedem Menschen unterschiedlich ist, so dass die Wahrnehmung der Belastbarkeit jedem Patienten bewusst werden muss! Kriterien der Überbelastung sind: wieder zunehmende Schmerzen, lumbaler steigender Muskelhartspann und Rückkehr von Gefühlsstörungen.


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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Februar 2010 um 08:06 Uhr