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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 08. Januar 2003 um 00:00 Uhr

4. Physiotherapeutische Maßnahmen


4.1 Grundsätze der Therapie

 

Ein wichtiger roter Leitfaden ist, dass krankengymnastische Übungen keine Schmerzen verursachen dürfen! Dies bedeutet, wenn Schmerzen während der Therapie oder direkt danach auftreten, müssen die Übungen abgebrochen werden.

 

 

Denn in den ersten 6 Wochen nach der Operation soll das Segment stabilisiert werden, damit es in Ruhe ausheilen kann. Die übrige Wirbelsäule sollte so schnell wie möglich ihre Bewegungsharmonie wieder finden. Denn wir wissen, dass eine der Ursachen von Wirbelsäulenleiden, die Bewegungsstörungen sind.

Die Ziele jeder Physiotherapie sind:

  • Die Wiederherstellung einer normalen Wirbelsäulenstatik
  • Das Erlernen eines ökonomischen Bewegungsverhaltens (Rückenschule) und der
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur (Rücken- und Bauchmuskeln) und der gelähmten Muskeln

Häufig stellt sich die Frage, nach welcher Methode die Nachbehandlung erfolgen soll. Da es viele Behandlungstechniken gibt wie Brügger, Brunkow, Cyriax usw., gilt in unserer Klinik folgendes:

Der Patient lernt in einer für ihn normalen Stellung die Lendenwirbelsäule leicht lordotisch, möglichst stabil zu halten! Hierzu dienen die passiven- und aktiven Muskeltechniken und die physikalischen Maßnahmen wie Wärme, Kälte und Elektrotherapie. Wichtig ist auch die Technik der Wiederherstellung des Nervengleitens, denn sie mobilisiert die fixierten und gereizten Nervenstrukturen.
Sie sehen, dass das Spektrum der Physiotherapie sehr vielfältig ist und so haben Sie auch immer wieder Fragen zu Übungen, Techniken und Verhaltensweisen, die Sie mit Ihrem Physiotherapeuten besprechen sollten, denn die Form der Nachbehandlung richtet sich nach dem Patientenbild und der Grunderkrankung mit der jeweiligen Operationstechnik.



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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Februar 2010 um 08:16 Uhr