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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 08. Januar 2003 um 00:00 Uhr

3.2. Die Hemilaminektomie und Laminektomie


Wenn die Öffnung durch die alleinige Entfernung des gelben Bandes zur Beseitigung des Bandscheibenvorfalls zu klein ist, gibt es die Möglichkeit, den halben Wirbelbogen ganz.

 

 

oder teilweise zu entfernen, das ist die sog. Hemilaminektomie. Dieses Operationsverfahren wendet man meistens bei Lumbalstenosen an, um die knöchernen Veränderungen im engen Spinalkanal besser herauszufräsen, weiterhin bei komplizierten Bandscheibenvorfällen mit Sequester im Spinalraum.

 

Ein größerer Eingriff ist die Laminektomie. Damit beschreibt man die vollständige Entfernung des Wirbelbogens von beiden Seiten und des Dornfortsatzes.

 

In der Neurochirurgie wird sie heute bei Bandscheibenoperationen nicht mehr durchgeführt, da der Eingriff eine knöcherne Instabilität der Wirbelsäule zur Folge haben kann und die postoperativen Beschwerden zu groß werden Dieses Verfahren findet Anwendung bei den großen Tumorentfernungen.


Der Wundverschluss erfolgt durch mehrere Schichten mit Nahtmaterial, welches keiner postoperativen Nachsorge bedarf (Selbstauflösung).

 

3.3. Änderung der Wirbelsäulenstatik nach einer Operation


Die Stabilität der Wirbelsäule wird von 3 Säulen gewährleistet und zwar:

 

  • Die Wirbelkörper mit den Bandscheiben

  • Die beiden Wirbelgelenke (natürlich auch die Gesamtheit der Rückenmuskeln mit deren Bändern)!

Der Wirbelkörper trägt die Hauptlast des Rumpfes. Hinten angebracht der Wirbelbogen mit der Gelenkfortsatzreihe (Nebenstreben) (nach Kapandji)




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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Februar 2010 um 08:22 Uhr